Eben ausgelesen: Das ist sein neuestes Buch, das irgendwann irgendwo eine so schlechte Kritik hatte, dass ich beschloss, endlich mal Don Winslow zu lesen. Der Kritiker damals hatte Recht. Fürchterliches Buch. Irgendwie was für Leute, die sich für Typenbezeichnungen von Waffensystemen und ähnl. interessieren, ansonsten Landserromantik im heutigen Söldnermilieu. Die „Guten“ können umbringen, wen und wie viele sie wollen und am Ende kommt doch noch die Kavallerie und es kann auf die Tränendrüsen gedrückt werden. Was würde Herr Scheck wohl damit machen? Keine Frage: Ab in die Tonne. (Suhrkamp 2014).

Eigentlich will ich ja hier immer mal festhalten, was ich so lese. Gelingt manchmal nur mit Verspätung. Aber man sagt ja auch: Lieber spät als nie.

Die Entdeckung im März (oje) war Frau Buchholz. Ich hatte das Vergnügen, die bislang fünf Bücher um die Staatsanwältin Chastity Riley, die es irgendwie (wie die Autorin) aus Hanau nach Hamburg verschlagen hat, in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Das finde ich schon wichtig. Der jeweilige Fall ist ok, viel interessanter finde ich die Entwicklung der Figuren. Das geht mir allerdings bei Serien immer so.
Frau Heinrich hat sie im übrigen auch gelesen und in ihre Kurzkritiken aufgenommen.

Danach fiel mir ein absoluter Verriss des neuen Buches von Don Winslow in der ZEIT in die Hände. Was mich veranlasste, einmal seine bisherigen Bücher zu lesen. Fing an mit den beiden Büchern mit  Boone Daniels, dann kam „Tage der Toten“, dann „Kings of Cool“ und „Zeit des Zorns“. Die anderen Bücher stehen noch aus. Ich will sie aber in jedem Fall lesen.

Dazwischen war noch Johan Theorin („So bitterkalt“), den ich allerdings nach wenigen Seite wieder weggelegt habe. Ist nicht meine Zeit für dieses Buch. Später. Habe ich Theorin überhaupt schon einmal erwähnt? Seine Öland-Triologie fand ich Klasse.

Nach Winslow kam mir der neue Åke Edwardson in die Hände. Mit dem hatte ich zunächst die größten Schwierigkeiten. Edwardson habe ich eigentlich immer sehr geschätzt (warum sollte ich sie sonst auch alle besitzen?). Der „Letzte Winter“ ist allerdings an mir vorbei gegangen. Ich sollte ihn noch nachholen. Der jetzt vorliegende (wahrscheinlich nicht) allerletzte „Winter“ hat mich richtiggehend verärgert. Frau Heinrich fand ihn im übrigen nicht so schlimm.

Mit den schwedischen Weicheiern à la Herrn Winter und ihren Gefühlen und Überlegungen haben mich dann die Helden von der Opcop-Gruppe im neuen Buch von Arne Dahl („Neid“) wieder versöhnt. Da geht es nur um Technik und pure Aktion. Polizeiarbeit im rechtsfreien Raum, Datenschutz – man kann nicht alles hinterfragen. Da darf auch schon mal ein bisschen – auf europäische Art (wenigstens einer hat ein schlechtes Gewissen dabei) – gefoltert werden. Liest sich gut, die Wirklichkeit ist schlimmer.

OK, jetzt bin ich mit meinem Versuch wenigstens ein bisschen was nachzutragen im Mai angelangt. Im Augenblick habe ich – kurzfristig – Michael Chabon („Telegraph Avenue“) aus der Hand gelegt, weil ich aus der Bücherei den 6. Band aus Reihe mit „Bruno – Chef de police“ von Martin Walker bekam. Ich werde berichten.

Eugen Ruge, Cabo de Gata, Rowohlt 2013.

… der Mann steht mit Ratgebern auf der Spiegel-Bestsellerliste. Romane schreibt er auch. Erfolgreich, nehme ich an.  In diesem Fall „Massimo Marini“  (Diogenes 2010). Warum ich es bis zum bitteren  Ende gelesen habe …? Frage ich mich auch. (Wahrscheinlich um zu erfahren, wie man so etwas hanebüchenes zu Ende bringt.)

Eine Leseprobe aus den Ratgebern und die Lobeshymnen von Vorständen namhafter Wirtschaftsunternehmen dazu lässt mich schwarz sehen für diese Welt. Wenn die so etwas brauchen, muss man sich über Krisen nicht mehr wundern.

Das ist nur ein Teil.

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Ich habe nur schnell mal das Bild hochgeladen, weil ich es geschafft habe, mein Spielzeug so einzustellen, dass es für diesen Zwecke brauchbare Bilder macht. (Alles andere ist mir – noch – zu kompliziert.)

ich bin im übrigen beim vorletzten Jan Guillou aus der „Coq Rouge“-Reihe

(Das resultiert daraus, dass ich feststellen musste, dass die Kategorien nur angezeigt werden, wenn es Beiträge gibt. Vielleicht hätte ich die Dokumentation doch lesen sollen? Nun, ich habe es auch so herausgefunden.)